Über

Malerei

Landschaften, Stilleben, Akt

Thomas Steinmetz

 

Geboren am 6. Mai 1959 in Ludwigshafen am Rhein

 

1974 erste autodidaktische Studien mit surrealistischen, expressionistischen und klassischen Thema im Bereich Malerei

 

1977 1980 Berufsausbildung zum Gestalter für visuelles Marketing

 

1980 – 1982 Als Gestalter tätig bei Schmidt & Breug

 

1991 intensive, weiterführende Studien mit dem Hauptschwerpunkt Landschaftsmalerei, seit diesem Zeitpunkt erste professionelle

Ausstellungstätigkeiten

 

seit 2002 freischaffend als Kunstmaler, Gestalter, Kunstlehrer und Redakteur tätig. Zahlreiche nationale und internationale Einzel- Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.

Zahlreiche Arbeiten in privatem und öffentlichem Besitz.

 

Seit 2004 sind zahlreiche Motive von Thomas Steinmetz (auch unter Pseudonym) in weltweit gültigen Kunst-Katalogen vertreten. Zahlreiche Originalgemälde als Dauer-Präsenz in renommierten Kunst-Galerien

 

Vita

Thomas Steinmetz über seine

künstlerische Entwicklung

 

Bereits seit meiner frühen Kindheit fühlte ich mich zur Kunst hingezogen, insbesondere zur Malerei.

Im Alter von etwa 12-13 Jahren begann ich bereits meine Lehrer zu ärgern, indem ich öfters, statt aufmerksam dem Unterricht zu folgen, schonungslos die Lehrer karikierte. So begann ich damals – natürlich auch außerhalb des Schulunterrichts – mit intensiven autodidaktischen Studien hauptsächlich surrealistischer und expressionistischer Themen. Abgesehen von einer Berufsausbildung zum Gestalter für visuelles Marketing, wo ja Malerei und Stilkunde zum Ausbildungsstoff gehört, habe ich keinerlei künstlerische Ausbildung genossen. Im Laufe der Zeit entwickelte ich mich auf diese Weise sehr eigenständig und individualistisch und fand somit schließlich zum Sujet der Landschaft. Ich studierte Kunstbücher, besuchte oft Museen und Kunsthallen, und unternahm dann später auch diverse Studienreisen in verschiedene südliche Länder, um mich dort meiner Intention, der Landschaft in ihren unterschiedlichen Licht- und Ausdrucksformen, zu widmen. In dieser Phase der Landschaftsmalerei befinde ich mich noch heute, aber – weit davon entfernt, mich mit Picasso vergleichen zu wollen – möchte ich genausowenig wie er mich auf eine Stilrichtung festlegen. Vielmehr möchte ich ständig weiter gehen und dabei stilistisch völlig frei von jeglicher "modernen" Schublade zu sein. Picasso sagte: "Ich suche nicht, ich finde!"

 

Der Beginn als Landschaftsmaler

Seit Anfang der 90er Jahre beschäftige ich mich nun unter anderem mit dem Erleben und der Darstellung der Landschaft in ihren verschiedensten Ausdrucksformen, wobei in vielen Arbeiten der einzelne Baum als Haupt- Objekt im Vordergrund steht. Hier zeigt sich dem Betrachter der Baum sozusagen als eine Art Sinnbild des Lebens in verschiedenen Facetten. Mir geht es hierbei viel weniger um eine "Impression" oder um eine Abbildung des Gesehenen oder Erlebten in der Natur, wie etwa die Lichtwirkung bei den Impressionisten im 19. Jahrhundert, sondern eher um einen Einblick in verschiedene emotionale Zustände. Wie jeder weiß, sind diese sehr variantenreich. Aus diesem Grund bediene ich mich auch verschiedenster Maltechniken und -stile, um diese Zustände möglichst direkt, linear und spontan zu interpretieren. Zu Beginn meiner Zeit als Landschaftsmaler (in den frühen 90ern) habe ich noch Skizzen und Studien in freier Natur gemacht, und diese eher nach der Art der klassischen Impressionisten erarbeitet. Die neueren Werke jedoch stellen oft rein fiktive Szenen dar, oder zumindest natürliche Motive manchmal sehr eigenwillig, bis hin in den Zustand der Unkenntlichkeit, umgesetzt; dies wäre, um den Bezug zu den Impressionisten hier abzuschließen, für sie wohl undenkbar gewesen.

 

Auffällig an der Gesamtheit meiner Bilder dürfte sein, daß sich relativ selten menschliches Leben darin findet. Allenfalls Spuren desselben, wie etwa Wege, Straßen oder Gebäude. Lebewesen jedoch, ob Mensch oder Tier, sind so gut wie überhaupt nicht zu finden. Warum? Landschaftsmalerei ist eine der wenigen Kunstformen, die versucht, den Betrachter durch seine Empfindungen in sich aufzunehmen, auch wenn der Maler sich dessen vielleicht gar nicht bewusst ist. Irgendwelche vorgefaßten Figuren oder Lebewesen könnten hier den Blick oder den Gedanken des Betrachters auf die Empfindungen und Handlungen dieses Objektes im Bild lenken, und ihn daran hindern, sich mit dem Werk als Ganzem auseinander zu setzen, etwa wie bei einem "Röhrenden Hirsch im Unterholz".

 

Friedrich von Schiller schreibt 1788 in "Über Matthisons Gedichte":

"Zwar sind Empfindungen ihrem Inhalte nach keiner Darstellung fähig, aber ihrer Form nach sind sie es allerdings, und es existiert wirklich eine allgemein beliebte und wirksame Kunst, die kein anderes Objekt hat als eben diese Empfindungen. Diese Kunst ist die Musik und insofern die Landschaftsmalerei musikalisch wirkt, ist sie Darstellung des Empfindungsvermögens. ...(und dann weiter) Der Tonsetzer und der Landschaftsmaler bewirken dies lediglich durch die Form ihrer Darstellung und stimmen das Gemüt zu einer gewissen Empfindungsart und zur Aufnahme gewisser Ideen, aber einen Inhalt zu finden, überlassen sie der Einbildungskraft des Zuhörers und des Betrachters."

 

Die Landschaft selbst kann zwar natürlich keine Empfindungen darstellen, erweckt diese aber sehr wohl im Betrachter. Bereits seit der Romantik hat die Landschaftsmalerei ihre Aufgabe darin gesehen, im menschlichen Gemüt Empfindungen auszulösen. Lässt man sich nun auf einen Dialog mit meinen Bildern ein, so erhält man einen Einblick in verschiedene Stimmungslagen – und vielleicht findet sich der Betrachter selbst hier und da in seinem momentanen Gemütszustand wieder. Selbstverständlich ist es durchaus einkalkuliert, daß diese Empfindungen auch subjektiv zu verschiedenen Zeitpunkten voneinander abweichen können. Das ist auch der Grund, warum ich nicht kontinuierlich an einer Arbeit weitermachen kann, sondern meist an mehreren Werken gleichzeitig arbeite, um mich möglichst jederzeit frei von vorgefassten Strukturen zu halten. Meine Intention in der Malerei ist immer schon in der Spontanität gegründet. Indiz hierfür ist z.B. die Tatsache, dass ich sehr selten Skizzen vor meiner Arbeit anfertige. Meine Arbeit vollzieht sich fast immer spontan und „aus dem Bauch“.

 

Der Baum als Sujet

Der Baum als Sujet steht in meiner Arbeit oftmals auch sinnbildlich für das Umfeld, für Situationen oder auch Charakter. So kann er meiner Erfahrung nach Stärke, Schutz, Beständigkeit, Geborgenheit, Freude, Heiterkeit oder Erhabenheit symbolisieren; daneben aber auch Gefahr, Traurigkeit, Einsamkeit oder Zerbrechlichkeit. Hierbei möchte ich betonen, daß ich die Malerei niemals in den Dienst sozialkritischer Themen stellte noch will ich sonstige Aussagen irgendwelcher Art treffen. Für mich ist die Malerei kein Werkzeug, sondern ein Spiegel des Gemütes.

 

Meine Bilder sind übrigens stets in Leidenschaft geboren. Ja, ich sage es mit stolz: niemals habe ich die Malerei zur bloßen Zerstreuung oder als Entspannung meiner Seele mißbraucht, noch habe ich mich je dazu hinreißen lassen, mich selbst immer wieder kopieren zu wollen. Der Betrachter erhält bei jedem einzelnen Bild einen authentischen Blick in eine eigene abgeschlossene kleine Welt. Ich möchte es jedoch nicht versäumen, darauf hinzuweisen, daß ich bei aller Leidenschaft für die Malerei niemals die Hoffnung auf das Ewige verliere, da ich an einen lebendigen Gott glaube, der uns Menschen immer helfend und schützend zur Seite steht. Manche Kritiker haben dies bereits in meinen Bildern gespürt, ohne dass man sie darauf aufmerksam machen musste.

 

Thomas Steinmetz